Nun war es also doch passiert !
Ich hatte mich die beiden letzten Tage noch pflichtbewusst in die Praxis geschleppt und das übliche Tagwerk erledigt, obwohl ich nach Meinung der Schwestern schon aussah wie die Werbeikone von „Ärzte in Not“ und etwa jeder dritte Patient spätestens bei der Verabschiedung hintersinnig grinsend fragte: „Na, Doktor, selber krank ?“
Blöde Frage. Natürlich war ich krank, ich wollte es mir selber bloß noch nicht eingestehen.
» Praxis wegen Krankheit geschlossen « – bei mir Fehlanzeige.
Dachte ich so bei mir.
Einige (!) heftige Schüttelfröste später und bei Temperaturen, die mein Thermometer gerade noch hergab, dachte ich darüber schon ganz anders.
"Männerschnupfen – eine Nahtoderfahrung" – guter Witz, hahaha.
Ich komme kaum mit Zittern hinterher.
Irre Visionen durchgeistern das fiebrige Gehirn;
der Denkapparat kann nicht abschalten und monotont ständig:
„Sei doch froh!“
Endlich Zeit, diesen verfluchten (weil seit Langem ausstehenden) Text
über uns (UNICUM – Anm.d.Verf.) zu entwerfen (aktuell besser: auszuschwitzen),
damit Lars nicht weiter rummosert.
Wenn nur das Fieber endlich nachlassen würde, vorher ist eh kein klarer Gedanke zu fassen.
Wer Lars, dieser Nervsack ist, werde ich weiter hinten ausführen.
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